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Hintergründe

Die Wirtschaftskrise wird nach Einschätzung aller Experten in Stuttgart zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit führen. Ein Mehrbedarf sozialer Leistungen ist die Folge.
Die Stadtverwaltung plant angesichts der geringeren Steuereinnahmen dennoch Kürzungen um 10 % im Haushalt von Jugendamt, Sozialamt und Gesundheitsamt.
Wir setzen uns dafür ein, dass angesichts der Finanzkrise und dem damit einhergehenden Druck auf die öffentlichen Haushalte die Erfüllung sozialer Aufgaben nicht unter die Räder kommt. Wir setzen uns dafür ein, dass künftig nicht bei den Schwächsten der Stadt gespart wird und die Solidarität nicht verloren geht. 
So stellen sich derzeit die Fakten dar:

  • In Stuttgart fehlen für 3.300 Kinder unter 3 Jahren Betreuungsangebote.
  • In Stuttgart fehlen trotz kontinuierlichem Ausbau Ganztagesbetreuungsplätze für immer mehr Kinder ab 3 Jahren.
  • In Stuttgart waren 29.761 Menschen im August 2009 arbeitslos.
  • In Stuttgart lebte bereits 2008 jedes 7. Kind in armen Lebensverhältnissen (Tendenz steigend).
  • In Stuttgart laufen pro Jahr 350 Kinder und Jugendliche die Notanlaufstelle Schlupfwinkel an.
  • In Stuttgart wurden 3.758 Kinder und Jugendliche im Jahr 2008 von der Mobilen Jugendarbeit erreicht.
  • In Stuttgart dauert die Bearbeitung eines Wohngeldantrags 3,5 bis 4 Monate mit steigender Tendenz.
  • In Stuttgart sind die Fallzahlen in den gerontopsychiatrischen Diensten um 39 % gestiegen (2006/2008).
  • In Stuttgart wird in der Schuldnerberatung eine Steigerung der Fallzahlen von 20 % erwartet.
  • In Stuttgart werden jährlich mehr als 8.000 Maßnahmen ehrenamtlich von der verbandlichen Jugendarbeit angeboten, dabei werden über 225.000 Teilnehmer/innen erreicht.
  • In Stuttgart leben mehr als 50 % Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund.


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Vielen Dank für Ihr Engagement für ein soziales Stuttgart!

von: Kay Rurainski

Der Wert einer Gesellschaft zeigt sich an ihrem Umgang mit ihren Kindern und den Schwächsten. Was sind wir uns wert?

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