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"Charmant, eloquent und selbstbewusst"
Nicht unzutreffend beschrieb die Stuttgarter Zeitung Frau Sozialbürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch einen Tag vor ihrer Verabschiedung im Rathaus. Nach 20 Jahren wurde sie am 29.07.2010 aus ihrem Amt als Sozialbürgermeisterin in den wohlverdienten Ruhestand entlassen. Dass dieser Ruhestand sehr ruhig wird und ein Rückzug der umtriebigen Sozialbürgermeisterin ins Private, das glaubt niemand, der sie kennt. Die sebstbewusste Frau Müller - Trimbusch, die am 2. Mai 1990 als erste Frau die Bürgermeisterbank in Stuttgart bestieg, wird weiterhin ehrenamtlich aktiv bleiben.
Foto: Helmut Ulrich
Ihr Abschied hat zu ihr gepasst: Es begann mit einem musikalischen Einzug der Brenz-Band, gefolgt von Sozialbürgermeisterin, an ihrer Seite Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster, danach folgten die Redner des Vormittags. Auf diesen Einzug folgte eine Darbietungen des Kinderchors der Kindertagesstätten "Pforzheimer Straße" und "beim Fasanengarten".
Viele Menschen sind zu ihrem Abschiedsfest gekommen, neben Politikvertretern und Vertretern der Wohlfahrtsverbände waren auch Kirchenvertreter, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Nachbarn und Freunde geladen.
Die erste Ansprache hielt der Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster. Es folgten Grußworte von Herrn Minister Prof. Dr. Ulrich Goll als Vertreter der Landesregierung und von Stadtdekan Michael H. F. Brock, der für die Kirchen und die freien Träger und damit für Stuttgart Sozial sprach. Während Herr Prof. Dr. Goll die unerschöpfliche Energie lobte, mit der sich Frau Müller-Trimbusch für alle Menschen vorurteilsfrei einsetzte und mit der sie sich in der Härtefallkommission, dem Haus Rosa und für das Haus der Jugendrechts engagierte, nutzte der Stadtdekan diese Gelegenheit um seine Einschätzung der angespannten Lage in der Stadt aufzuzeigen: "Meine sehr verehrten Damen und Herren: das Gespenst der politischen Blockbildung geht um seit einigen Monaten: Von bürgerlichen Blocks ist die Rede und von öko- sozialen, linken Strömungen, die sich gegenüberstehen wie sich ausschließende Gesellschaftsformen."
Er mahnte die Politiker, sich um das Wohl der Stadt zu mühen und ihr Macht- und Blockdenken nicht in den Vordergrund ihrer Arbeit zu stellen.
Grußwort des Stadtdekans Michael H.F. Brock
Er beschrieb Frau Müller-Trimbusch als eine Frau, die sich dafür einsetzte, dass kein Mensch in dieser Stadt verloren geht. Er erwähnte lobend, dass man ihr die Parteizugehörigkeit nie angemerkt hat, denn für sie stand der Mensch und nicht die Partei im Mittelpunkt. Dialogbereitschaft und sich gegen die Einteilung der Stadt in schwarz und weiß zuwehren, dass sei für Frau Müller-Trimbusch selbstverständlich gewesen. Damit hätte sie es geschafft Denkblockaden aufzubrechen und den Blick für Neues zu öffnen.
Lesen Sie das Grußwort von Herrn Brock hier.
Foto: Helmut Ulrich
Weitere Grußworte folgten von Frau Barbara Traub, der Vorstandssprecherin der IRGW, in der Frau Müller-Trimbusch ehrenamtlich aktiv ist und Frau Eva Hosemann, der Intendatin des Theaters Rampe. Auch dort ist Frau Müller-Trimbusch ehrenamtlich tätig und wird es auch weiterhin bleiben.
Zum Abschluss des gelungenen Morgens zog Frau Müller-Trimbusch selbst noch ihr berufliches und persönliches Resumee. Lokale Politik müsse im Sichtkontakt für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt sein, das war und ist ihre Leitlinie.
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