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Kinderbetreuung in Stuttgart - ein aktuelles Thema
Öffentliche Tageseinrichtungen für Kinder stehen in der Regel wohnortabhängig zur Verfügung. Es besteht in Deutschland ein Rechtsanspruch auf einen wohnortnahen halbtägigen Platz für Kinder ab dem 3. Lebensjahr bis zum Eintritt in die Grundschule.
Das klingt sehr verlässlich. Wie sieht es aber tatsächlich aus? Genügt der Rechtsanspruch? Können sich Eltern auf eine verlässliche Betreuung ihrer Kinder von der Geburt bis zum 14. Lebensjahr verlassen?
Der Versorgungsgrad mit Betreuungsplätzen für Kinder unter 3 Jahren ist in Deutschland sehr niedrig (2% in Westdeutschland). Eltern können sich auf einen Ganztagesplatz für Kinder ab 3 Jahren in Wohnortnähe nicht unbedingt verlassen. Wer einen Betreuungsplatz für ein Kleinkind oder ein Schulkind in Stuttgart bekommt, der hat mächtig Glück gehabt. Das ist die Realität in Deutschland und auch in Stuttgart. Nach wie vor fehlen in Stuttgart über 3300 Betreuungsplätze für Kinder unter 3 Jahren und ca. 1500 Hortplätze für Grundschulkinder, deren Eltern die Zeit, die durch die morgentlichen Schulstunden abgedeckt ist, nicht ausreicht. Die Bemühungen der Stadt ausreichend und bedarfsorientierte Betreuung anzubieten sind durchaus erkennbar, allerdings hat sich auch Stuttgart zunächst auf den bestehenden Rechtsanspruch konzentriet und konzentriert sich im Moment auf den Ausbau der Betreuungsplätze für Kleinkinder.
Hintergrund: Im November 2007 haben Land und Kommune den Grundstein für die Finanzierung zum Ausbau der Kleinkindbetreuung gelegt. Bis Ende 2013 sollen entsprechend der Bund- Länder-Vereinbarung für Rund ein Drittel der Kinder unter drei Jahren ein Betreuungsangebot in der Kindertageseinrichtung oder Tagespflege bereitstehen. Nach Abschluss der Ausbauphase soll der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für alle Kinder vom vollendeten ersten bis zum vollendeten dritten Lebensjahr eingeführt werden. Der Rechtsanspruch bezieht sich wieder auf einen Halbtagsbetreuungsplatz, was bekanntermaßen den arbeitenden Eltern nicht ausreicht und daher kaum nachgefragt wird. Mit der Umsetzung der bereits vom Gemeinderat bewilligten Plätze wird die Stadt kaum von 2012/2013 fertig sein (noch nicht einmal die bereits bewilligten Plätze aus dem Haushalt 2008/2009 sind heute alle umgesetzt). D.h. es wird es ca. 2012/2013 ein Deckungsgrad von 40% in der Kleinkindbetreuung erreicht sein. Der Rechtsanspruch, der am 01.08.2012 in Kraft tritt bezieht sich allerdings auf 100% der Kleinkinder.
Für Eltern bedeutet das, dass der Wiedereinstieg in den Beruf nach der Familienphase mit einem Kleinkind erschwert bzw. nicht zum gewünschten Termin möglich ist oder dass Berufstätigkeit mit dem Eintritt des Kindes in die Schule oft nur noch eingeschränkt möglich ist. Der derzeitige Deckungsgrad für Hortplätze liegt bei 17% und reicht bei weitem nicht aus. Trotzdem gehen derzeit alle Bemühungen in den Kleinkindbereich, denn dort steht die Stadt ab de, 01.08.2012 in der Verpflichtung. Einen Rechtsanspruch auf eine Hortbetreuung gibt es nicht. Nicht wenige Eltern bringt das in finanzielle Not. Insbesondere Eltern, deren Kinder schon früh in einer Tageseinrichtung betreut waren, rechnen selten mit einem Einschnitt der Betreuung ihrer Kinder im Grundschulalter und werden teilweise völlig unerwartet und unvorbereitet vor diese Situation gestellt. In den jährlich publizierten Beschreibungen der Grundschulen kann man lediglich nachlesen, ob es einen Hort an der Schule gibt, ob es sich um eine Ganztagsschule handelt oder ob Mittagessen in der verlässlichen Grundschule geboten wird. Das ein beispielsweise ein Hortplatz an der Grundschule nicht jedem Erstklässler, der diesen braucht zur Verfügung steht, wird nicht veröffentlicht.
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Die fehlenden Betreuungsplätze sind oft auch für die Wahl der Grundschule verantwortlich. Es ist keine Seltenheit mehr, dass Eltern ihre Kinder in der Schule anmelden, die ihnen eine ausreichende und bedarfsgerechte Betreuung anbieten kann. Damit sind fehlende Betreuungsplätze eng verbunden mit der Bildungsdiskussion und der Bildungspolitik. Das bestehende öffentliche Schulsystem kann den Bedarf nicht decken. Das ist sicherlich nur ein Grund, warum immer mehr Eltern ihre Kinder an Schulen in privater Trägerschaft anmelden. Es gibt einen anhaltenden Wachstumsmarkt für Einrichtungen in privater Trägerschaft. Oft sind diese sehr kostspielig und damit nur für eine bestimmte Elternschaft offen. In Stuttgart besuchen inzwischen 16% aller Kinder eine Schule in freier Trägerschaft (bundesweit sind es 7,8 %, in Baden-Württemberg liegt der Anteil bei 8,6%).
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Wichtige Links
www.stuttgart.de/kits
Startseite für alle Angebote und Fragen rund um den Kindergarten in Stuttgart. Mit zahlreichen weiterführenden Links, wie z.B. ein Online - Kindergartenfinder.
www.eltern-in-stuttgart.de
Startseite des Gesamtelternbeirats der Stuttgarter Schulen
www.kindergarten-bw.de
Startseite für alle Angebote und Fragen rund um den Kindergarten des Kultusministeriums Baden-Württemberg
www.familinefreundliche-kommune.de
Das Service - Portal unterstützt die kinder- und familienfreundlichem Aktivitäten in den Gemeinden, Städten, Kreisen und Regionen. Es bietet eine gemeinsame Plattform für den Informations- und Erfahrungsaustausch zur kommunalen Familienpolitik. Es richtet sich an alle familienpolitisch Aktiven und an andere Interessierte.
www.service-bw.de
Auf der Portalseite "Lebenslagen" finden Sie zahlreiche interessante Unterpunkte mit ausführlichen Informationen wie z.B. "Familie und Kinder", "Kinderbetreuung", "Schule" und vieles andere mehr.
www.kdgeb.de
Startseite der Konferent der Gesamtelternbeiräte der Stuttgarter Kindertageseinrichtungen.
www.kvjs.de/jugendhilfe/kinderbetreuung.html
Seiten des Kommunlaverbands für Jugend und Soziales Baden - Württemberg
http://kinderbetreuung.region-stuttgart.de/
Es handelt sich um Seiten der Region Stuttgart mit einer Online - Datenbank zur Kinderbetreuung.
Einen Überblick über Fördermöglichkeiten und Unterstützungen, die Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen den Zugang zu Bildungsangeboten erleichtern sollen finden Sie unter:
http://www.gutscheinpony.de/magazin/baden-wuerttemberg/stuttgart/bildung